Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier


Donnerstag, 9. Februar 2012

Von letzten Gerichte und der ewigen Scheidung


(Mt 25,31-46)

Vorausgegangen ist die Sammlung aller Völker vor dem Throne des Menschensohnes, ihre Scheidung in Gute zur Rechten und Böse zur Linken und der erste Teil des Urteilsspruchs an die Guten:


Dann wird er denen zur Linken sagen: Weichet von mir ihr Verfluchten (1), in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet worden ist. (2)
(1) Es fehlt der Beisatz „meines Vaters“ ( und zwar im Gegensatz zu dem Satz: „Kommt ihr Gesegneten meines Vaters, nehmet in Besitz das Reich, das seit Grundlegung der Welt für euch bereitet ist“, den der Heiland beim Weltgericht zu denen zu seiner Rechten sagen wird), um anzudeuten, dass dieser schreckliche Zustand, der sie zum Gegenstand des höchsten Abscheus Gottes macht und dem höllischen Feuer überliefert, in keiner Weise von Gott herkommt. Sondern der Bosheit ihres eigenen (freien) Willens entspringt. 

(2) Es heißt hier nicht: „das euch bereitet ist“, denn die Hölle ist nicht für die Menschen erschaffen; aber die Menschen schaffen  gewissermaßen sich selbst für die Hölle, indem sie sich zu Sklaven desjenigen machen, der der Fürst der Hölle ist, und diejenigen nachahmen, die sie bewohnen. Es heißt auch nicht: „seit Grundlegung der Welt“, denn die Sünde war früher als die Hölle, und Gott hat die Hölle erst erschaffen, als er durch den Abfall der Engel gleichsam dazu gezwungen war.
Aus: Handbuch zur Biblischen Geschichte, Dr. Schuster, Dr. Holzammer, 1906 mit Imprimatur
Gott sei es geklagt, dass man von diesen Wahrheiten in Predigten verschwindend wenig bis gar nichts mehr hört. Schon vor 90 Jahren warnten gute Priester und Priesterausbilder vor diesem modernen Trend vieler ihrer Mitbrüder, nur die Barmherzigkeit und Liebe Gottes herauszustellen und die ebenso große Gerechtigkeit außen vor zu lassen. 
Die warnenden Priester fürchteten, solche Unterschlagung würde zu Glaubensabfall und schrecklichem Sittenverfall führen. Letztlich ist so eine Auswahl eine Häresie, denn ein Häretiker ist jemand, der auswählt, was ihm an den (von Gott geoffenbarten!) Glaubenswahrheiten passt und was nicht.

Und wo stehen wir jetzt durch diese jahrzehntelange falsche Verkündigung eines süßlichen Schwächlingsgottes, der sich alles von seinen Geschöpfen 
gefallen lässt und trotzdem jeden in den Himmel nimmt? 
In Hessen glauben gerade noch 33% der Katholiken daran, dass sich Gott in Jesus Christus geoffenbart hat! 
Den Sittenverfall kann jeder selbst jeden Tag, wohin er auch sieht, feststellen - sofern er selbst kein notorischer Todsünder und daher blind dafür ist...
Die Vorstellung, dass es ein Endgericht und eine Hölle gibt, lehnen mehr als zwei Drittel ab. Von der Auferstehung überzeugt sind 54 Prozent.
Missionarisch gesinnt sind der Studie zufolge ausschließlich Muslime. Über 60 Prozent bekannten, auch andere Menschen von ihrer Religion überzeugen zu wollen. Von den Katholiken wollen dies 17 Prozent tun.
Quelle: http://kath.net/detail.php?id=34966