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Dienstag, 2. Oktober 2012

Die Schutzfunktion der Engel

aus der Predigt: Die Engel als Boten Gottes bei den Menschen von Prälat Georg May

(...) Auch der fort­le­bende Chris­tus, der Leib Christi, die Kir­che, erfreut sich des Schut­zes der Engel. Die Engel schir­men und schüt­zen die Kir­che. Sie neh­men teil am Kult der Kir­che. Immer wenn eine Taufe gespen­det wird, wenn eine Ehe geschlos­sen wird, wenn das eucha­ris­ti­sche Opfersa­kra­ment gefei­ert wird, sind die Engel gegen­wär­tig. Die Engel sind betei­ligt am Kult der Kir­che. Die Schutz­funk­tion der Engel über die Gesamt­kir­che setzt sich fort in den Teil­ge­mein­schaf­ten der Kir­che, also in den Bis­tü­mern, in den Pfar­reien; ja, es ist eine Glau­bens­wahr­heit, dass jeder Christ, dass jeder Mensch einen Schutz­en­gel besitzt. 
Jeder Mensch hat einen gött­li­chen Boten, der ihn umsorgt und umtreut, der seine Gebete zu Gott trägt, der ihn heim­ge­lei­tet, wenn es ein­mal ans Ster­ben geht. In beson­de­rer Weise wird diese letzte Funk­tion dem Erz­engel Michael zuge­spro­chen. Die Wahr­heit vom Schutz­en­gel hat der Herr im 18. Kapi­tel des Matt­häu­sevan­ge­li­ums deut­lich aus­ge­spro­chen. 
Da ist die Rede vom Rangs­treit der Jün­ger: Wer ist der Erste im Got­tes­reich? Und ein jeder wollte es mög­lichst sein. Da stellte Chris­tus ein Kind in die Mitte und sagte: „Wenn ihr nicht wer­det wie Kin­der, könnt ihr in das Got­tes­reich nicht ein­ge­hen.“ Also: Ihr habt da nicht nur kei­nen Rang im Got­tes­reich, son­dern ihr seid gar nicht drin. Ihr müßt euch bekeh­ren und wer­den wie Kin­der! Ja, wie sind denn die Kin­der? Die Kin­der sind harm­los, ver­trau­end, ohne Arg­list; sie ken­nen noch nicht die Tücken und die Hin­ter­halte, die Men­schen im Leben berei­ten kön­nen; des­we­gen sind sie wehr­los. Aber sie sind nicht schutz­los. Denn, so sagt der Herr: „Wehe dem, der einem Kinde Ärger­nis gibt. Es wäre bes­ser, ihm würde ein Mühl­stein an den Hals gehängt und er in die Tiefe des Mee­res ver­senkt. Denn ihre Engel im Him­mel schauen alle­zeit das Ant­litz mei­nes Vaters im Him­mel.“
Also: Wer ein Kind in böser, zer­stö­re­ri­scher Absicht angreift, der trifft auf den Engel des Kin­des, und die­ser Engel des Kin­des steht vor Gott, vor dem all­mäch­ti­gen und dem all­wei­sen Gott. Gewiß, der Engel schweigt. Wenn ein Kind in böser Absicht von einem Men­schen ange­gan­gen wird, brennt sein Haus nicht ab, sein Geschäft geht nicht zugrunde, sein Wagen ver­un­glückt nicht; aber die­ser Angriff ist auf­be­wahrt in der rächen­den All­wis­sen­heit Got­tes, und ein­mal wirst du erfah­ren, was du ange­rich­tet hast, als du den mäch­ti­gen Engel dir zum Feinde mach­test!

Auch die Völ­ker haben Engel, die von Gott an ihre Seite gestellt sind. Die Völ­ker sind ja ein Gesamt von ähn­li­cher Befind­lich­keit. Sie haben eine gemein­same Struk­tur, und so haben sie auch einen Engel, der für ihren Dienst bestellt ist. Der Engel ver­tritt die Völ­ker vor Gott. Der Engel tritt vor Gott für sie ein. Der Engel erin­nert die Völ­ker an ihre Auf­gabe an der Geschichte und hilft sie durch­zu­füh­ren. Der Engel schützt auch die Völ­ker in ihren Kämp­fen. Dafür gibt es meh­rere Zeug­nisse in der Offen­ba­rung des Alten Bun­des.

Wenn die Engel so sind, wie wir sie eben beschrie­ben haben, dann ziemt uns Ver­eh­rung und Anru­fung. Die Kir­che lehrt uns die Engel ver­eh­ren und anru­fen. (...) weiter HIER

siehe auch: Heilige Schutzengel